Die Antwort ist bereits in dir

Ihr Lieben,

ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Nach meiner Auszeit, die ich sehr genossen habe, kommt es mir doch wie eine kleine Ewigkeit vor, dass ich hier etwas geschrieben habe. Kann gar nicht glauben, wie schnell dann doch die Zeit verging. Am besten fang ich einfach mal von vorne an. Aber zuallererst: Wie geht es euch? 🙂 Ich möchte mich, bevor ich hier irgendwas schreibe, in erster Linie bei euch bedanken. Nachdem ich euch auf meinen Kanälen mitgeteilt habe, dass ich mir eine Auszeit für unbestimmte Zeit nehmen werde, habe ich viele viele Nachrichten von euch bekommen. Teilweise auch von stillen Lesern, die mir dann geschrieben haben. Ich war und bin immer noch überwältigt, wie viele Leute anscheinend doch mitverfolgen und mitverfolgt haben, was sich in den letzten Jahren alles bei mir verändert hat und die mit mir meinen Weg gegangen sind. Danke dafür! Danke für eure lieben Worte und Nachrichten. Ihr seid wirklich die Allerbesten! ❤

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Ich bin letztes Jahr an einen Punkt in meinem Leben gekommen, an dem ich einfach mal „aussteigen“ wollte. Kurz vor meinem 30. Geburtstag (ja, ich bin tatsächlich keine 25 mehr) habe ich mir viele Gedanken über mich und mein Leben gemacht. Darüber, wer ich sein möchte, vor allem wo ich hin möchte – beruflich und privat – und darüber, wie die letzten Jahre so für mich gewesen sind. Ich habe viele viele Jahre in meine Karriere investiert, vor allem habe ich unglaublich viel gearbeitet. Das soll hier jetzt auch kein Jammern oder Sich-Beklagen sein, ich versuche euch nur darzustellen oder zu beschreiben, warum die Auszeit für mich so dringend nötig war. Seitdem ich denken kann war es mein Herzenswunsch in den Medien zu arbeiten. Vor der Kamera zu stehen, Interviews zu geben oder Fotos zu machen. Wie ihr sicherlich wisst oder vielleicht sogar in einigen Fernsehbeiträgen sehen konntet, war es immer mein großer Traum „reich und berühmt“ zu werden und irgendwann meine eigene TV-Sendung moderieren zu dürfen. Ich habe hart dafür gekämpft, wirklich unglaubliche Drehs mitnehmen dürfen, für die ich bis heute von Herzen dankbar bin. Für all die lieben Menschen und die lustigen Momente. Für meine Fernsehfamilie, die mir wirklich immer meine eigene ganz besondere kleine Familie war und die mich aufgefangen und mir Kraft gegeben hat. Und natürlich für all die Erfahrung, die ich vor der Kamera sammeln durfte. Kurz vor meinem 30. Geburtstag, es war Mitte / Ende August, kam in mir eine unglaubliche Sehnsucht hoch (und wie gesagt, das soll hier kein Jammern auf hohem Niveau sein). Ich wollte seit vielen vielen Jahren einfach mal was für mich machen… für mich ganz alleine, mit meiner Familie und meinen Freunden. Man sagt auch so schön: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.“ In dem Fall war mein Brunnen einfach vollkommen ausgeschöpft. Ich war zu diesem Zeitpunkt plötzlich unglaublich müde und wollte nur noch ans Meer, Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Ungeschminkt sein. Mal einen Kuchen backen. Lachen, weinen und einfach alles essen und trinken, was ich wollte, ohne sich ständig ermahnen zu müssen, dass man sich mäßigen sollte, weil man ja bald wieder dreht. Und vor allem wollte ich das alles (und bitte nehmt mir das nicht übel, ich glaube, die meisten verstehen wie es gemeint ist) einfach mal für mich machen, ohne es auf meinen Kanälen zu teilen.

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Ich hab mir meinen Rucksack geschnappt und bin nach Griechenland geflogen. Und habe dort so viele schöne Erfahrungen machen dürfen, dass mir bis heute noch teilweise die Luft wegbleibt, wenn ich daran zurückdenke. Ich habe dort auch einfach mal alles rausgelassen. Sehr viel gelacht, aber vor allem auch sehr viel geweint. Jetzt fragt ihr euch natürlich „Wie kann die denn weinen, die hat doch eh ein Traumleben und gibt so Gas?“. Ich habe in all den Jahren (ich stehe mittlerweile seit 6 Jahren vor der Kamera), in denen ich hart für die Erfüllung meines Traumes gearbeitet habe, immer auf mein Herz gehört. Egal um welche Entscheidungen des Lebens es auch ging (auch, wenn man das nicht immer verstanden hat). Als ich in Griechenland ankam, hatte ich das Gefühl, dass einfach mal alles rauskam. Die kleinen und großen Sorgen (ja, auch ich mache mir immer zu viele Gedanken), der Schmerz (auch ich fühle und werde ab und zu vom Leben enttäuscht) und aber auch die Gewissheit (und das war die wichtigste Erfahrung für mich), dass man sich im Grunde um nichts sorgen muss, weil für einen immer bestens gesorgt ist. Ich weiß heute nun für mich, dass ich mir um nichts mehr Sorgen machen muss. Einfach aus dem Grund, dass alles in deinem Leben geschieht, wie es nun mal geschehen soll. Mit allen Höhen und Tiefen. Mit all den Begegnungen und der Erfahrung, die man dadurch machen soll. Und die wirklich schönste Antwort auf meiner Reise, die ich auf all meinen Fragen suchte, war: Die Antwort ist bereits in dir ❤ Und ihr wisst gar nicht wie gut diese Erfahrung getan hat 🙂 …

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Nachdem ich wieder nach Hause gekommen war, habe ich mir noch etwas Zeit genommen, um mir all die Erfahrungen meiner Reise noch einmal durch den Kopf (oder viel mehr durch das Herz) gehen zu lassen und über all die Dinge nachzudenken, die ich dort erleben durfte. Ich habe mir seitdem das Ziel vorgenommen mindestens 1-2 Mal im Jahr alleine mit dem Rucksack zu verreisen. Ich glaube, nur diejenigen, die schon mal alleine auf Reisen waren, verstehen, wie intensiv die Zeit ist, die man mit sich alleine verbringt und welche Erkenntnisse man über sich wieder mit nach Hause nimmt. Ich kann es wirklich jedem nur wärmstens empfehlen 🙂

rvp_Christina-Beier_20171024_03065-3Wie ihr gesehen habt, bin ich so langsam wieder etwas sichtbarer auf meinen Kanälen geworden 😉 und gerade dabei „zurückzukommen“. Ich möchte mir noch etwas Zeit lassen und dabei auch ganz nach meinem Gefühl gehen, inwieweit ich Dinge auf meinen Kanälen in Zukunft mit euch teilen möchte und welche Momente wirklich ganz mir gehören. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein sehr offener und lebensbejahender Mensch bin und dass es vor allem wenig gibt, was ich nicht gerne mit meiner Außenwelt teile. Seit meiner Reise (eigentlich schon davor) bin ich in der Hinsicht jedoch etwas sensibler geworden und habe dabei gelernt, die schönen Dinge des Lebens einfach mal zu genießen, wenn man ihnen begegnet – ganz ohne Kamera. Ich freue mich sehr, dass ich wieder „da“ bin und bin gespannt, wohin die Reise geht. Danke, dass ihr mir immer so viele liebe Nachrichten hinterlassen habt. Und an alle stillen Leser da draußen: Zeigt euch ruhig öfter. So viele von euch lesen anscheinend mit oder verfolgen mich auf Social Media, ein paar von euch durfte ich jetzt endlich kennenlernen und ich hab mich wirklich riiiiesig darüber gefreut 🙂 ❤

Ein ganz ganz großes Dankeschön geht in der Zeit an mein großartiges Team, das bis heute hinter mir steht, an Marina von Marina Scholze Photography, Sarah von Hott Make-Up by Sarah Hott und vor allem an den lieben Raimund (Raimund Verspohl Portraits), der mich kurz nach meiner Reise fotografiert hat. Danke Raimund, dass du dieses besondere Gefühl und all meine Emotionen, die zu diesem Zeitpunkt in mir waren, so authentisch eingefangen hast. ❤

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